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Und JHWH antwortete Hiob aus dem Sturme und sprach: … so will ich dich fragen, und du belehre mich!
Wo warst du, als ich die Erde gründete? Tue es kund, wenn du Einsicht besitzest!
Wer hat ihre Maße bestimmt, wenn du es weißt? Oder wer hat über sie die Messschnur gezogen?
In was wurden ihre Grundfesten eingesenkt? Oder wer hat ihren Eckstein gelegt, …?
(Hiob 38.1ff)

Hiob wurden die Grenzen seiner Klugheit und damit eine Grenze seines Menschseins vorgehalten;
Maß und Richtschnur sind ewas Gegebenes, etwas Gesetztes - sind Gesetz;
Grundpfeiler und Eckstein geben Halt - es ist nötig das Bewusstsein zu bewahren, wer hinter all dem wirkt.

Das Wissen und die Wissenschaft der Menschheit lässt die Akzeptanz einer Grenze kaum noch zu;
Scheinbar neue Maße, genauere Erkenntnisquellen, tiefere Einblicke bewirken mehr Wissen - oft ohne Weitblick;
Die Frage nach den Gründen und der Gründung der Erde findet selten Gehör - kleinere Fragen sind wichtiger;
'... füllet die Erde und macht sie euch untertan ...' (1.Mose 1.28) - wird nach Bedarf interpretiert;
Das Staunen bekommt neben dem Erklären nur weinig Platz - bewahren wir die verbliebenen Platzhalter!

+ + +

Ich komme zur Ruhe und spüre meinen Bodenkontakt ... ich spüre, wie ich getragen bin ...
Ich denke an einen großen Baum, gewachsen aus der Erde, begnadet dort stehen zu dürfen, wo er steht ... 
Ich spüre meinen Leib, jetzt und hier ... was habe ich mit dem Baum gemeinsam ...?
Ich lasse es einfach zu, wenn ich über all dies staune und verweile schweigend und schauend ...

Ich beende mein Üben mit einem Gebet - einfach Dank und Bitte in Worte fassen, oder noch einen Augenblick schweigen ...
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