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… einem gab er fünf Talente, einem anderen zwei, einem anderen eins, einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit ...
Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und hält Rechnung mit ihnen.
(Matthäus 25.15+19)

Kaum ein Nichtjurist wird Formulierungen wie 'zum Gebrauch überlassen' oder 'bestimmungsgemäße Verwendung' mögen.
Im Blick auf die Schöpfung oder auf den so genannten Privatbesitz werden diese Passagen im Alltag kaum beachtet.
Wo kein Kläger, da kein Richter !? - doch in dem Matthäuswort ist von Rechenschaft die Rede - ein Gericht.
Manchem Teil der Schöpfung ist die Klage anzumerken - ökologisch, sozial aber auch spirituell.

Möglich, dass einen Menschen die Angst vor dem Richter lähmt.
Nachvollziehbar, dass manche Person dieser Tage eine Bestimmung aus dem Blick verliert.
Es ist gut sich der Wurzeln der Dinge und deren Sinngebung bewusst zu werden.
Dieser Satz ist auf die Begabungen übertragbar - wie sinnvoll ist eine Begabung, die bloß vermarktet wird?

+ + +

Ich werde still und bedenke, welche Dinge mir zum gesegneten Gebrauch überlassen sind. ...
Ich wende mich weniger greifbaren Bereichen zu. Ich habe Begabungen - wozu bin ich berufen? ...
Ich habe auch einen Platz in der Gemeinschaft - was kann durch mich in diesem Umfeld möglich werden? ...
Neben der Frage nach Rechenschaft bin ich mir auch SEINES liebenden Blickes bewusst ...

Ich beende mein Üben mit einem Gebet - einfach Dank und Bitte in Worte fassen, oder noch einen Augenblick schweigen ...
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