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Mache weit den Raum deines Zeltes, und man spanne aus die Behänge deiner Wohnstätte; wehre nicht!
Mache deine Seile lang, und deine Pflöcke stecke fest!
Denn du wirst dich ausbreiten zur Rechten und zur Linken; und dein Same wird die Nationen in Besitz nehmen,
und wird die verödeten Städte bevölkern.
(Jesaja 54.2f)

Ob Jesaja hier bereits die entstehenden Loftwohnungen in Industriebrachen untergegangener Unternehmen
und die moderne Individualität im Blick hatte?
Nein - so wenig, wie dieser Gedanke einen wirklichen Aktualitätsbezug des Textes bietet!
Es geht nicht um Platzbedarf einer Gesellschaft und den Einsatz von Ellenbogen zur Rechten oder Linken!

Der Text entwickelt aber auch in unseren Tagen eine eigene Dynamik - diese geht von innen nach aussen.
Innere Weite, innere Wärme und innere Standhaftigkeit strahlen aus - nach rechts und links.
Es ist falsch an der Ausstattung dieses inneren Raumes, an Grund und Boden
für solche Ausstrahlung, für Nachkommende und für wahre Neubelebung zu sparen.

+ + +

Ich nehme den Raum der ganzen Schöpfung wahr ... auch die Weite Gottes die diesen Raum beschreibt ...
Ich erspüre den Platz an dem ich jetzt bin ... spüre den Kontakt zum Boden der mir halt gibt ...
Ich nehme den Raum wahr, der ich bin, der von Atem erfüllt wird ...
aus dem etwas von der göttlichen Liebe strahlt ...

Vielleicht gibt es in mir verwüstete Ecken, vielleicht neben mir ...
ich übe sie mit SEINEM liebenden Blick zu schauen ...

Ich beende mein Üben mit einem Gebet - einfach Dank und Bitte in Worte fassen, oder noch einen Augenblick schweigen ...
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