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JHWH, was ist der Mensch, daß du Kenntnis von ihm nimmst,
der Sohn des Menschen, daß du ihn beachtest?
Der Mensch gleicht dem Hauche; seine Tage sind wie ein vorübergehender Schatten.
(Psalm 144.3f)

In diesem Psalm ist die Zeit (chronos) gemeint, die mit der Welt geschaffen wurde
und die ebenso vergänglich ist, wie der Mensch.
Unabhängig von 'dieser' Zeit gibt es Zeiten (kairos). Dies sind Momente, die Gott bestimmt,
in denen die Verbindungen zwischen Gegenwärtigkeit und Ewigkeit in unserer vergänglichen Zeit deutlich sind.

Der Psalmist staunt über diese Augenblicke.
Die Christenheit feiert an den Hochfesten im Gedenken an heilsgeschichtliche Momente,
die über die Zeit hinaus gegenwärtig sind.
Der Alltag bietet Gelegenheiten in das Staunen einzustimmen,
wie auch Momente in denen sich Gegenwart und Ewinkeit berühren zu erfahren.
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Ich bereite mich auf einen Moment Stille und Gegenwärtigkeit vor ...
Ich staune und danke, dass ich ein angenommener und geliebter Mensch bin ...
Ich öffne mich für das Geheimnis, dass die Zeit nicht nur dahin fährt ...
... sondern dem Moment entgegen strebt, in dem sie vollendet wird, so wie ich selbst vollendet werde ...

Ich beende mein Üben mit einem Gebet - einfach Dank und Bitte in Worte fassen, oder noch einen Augenblick schweigen ...
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